Die Katharinenkirche
Majestätisch und beschützend: Die Katharinenkirche
Wer von weitem die Dominanz der gewaltig und beschützend wirkenden Katharinenkirche
(13.-15. Jh.) über der Altstadt Oppenheims sieht, kann nachvollziehen, warum einige
Stimmen behaupten, dass es sich um das bedeutendste gotische Bauwerk zwischen dem Kölner
Dom und dem Straßburger Münster handelt.
Weitere Infos:
www.katharinen-kirche.de und www.foerderverein-sankt-katharinen.de
Alte Knochen und Schädel, von der Natur konserviert.
In der Michaeliskapelle ist das Beinhaus zu bestaunen, in welchem Knochenfunde
des früheren "Kirchhofs" aufgebahrt sind.
Als Begräbnisstätte garantierte der Kirchhof
seinerzeit den Himmel.
Jahrtausende alte echte Menschenknochen, die durch den kalkhaltigen
Boden konserviert wurden, lösen den ein oder anderen Schauer aus.
Die imposante Katharinenkirche
Die wechselvolle Geschichte der Katharinenkirche fesselt Gläubige ebenso wie
architektonisch interessierte Gäste.
Aber auch zufällige Touristen verfallen in Respekt
und Andacht, wenn sie in den Bann dieses imposanten Bauwerks geraten.
In Details sind Spuren der Entstehung zu entdecken
Viele Besonderheiten können nicht an den Fassaden abgelesen werden, man muss sie sich inbrünstig von den Moderatoren erzählen lassen, die mit und in dieser Geschichte leben.
Öffnungszeiten
Besichtigung der Katharinenkirche
April - Oktober
täglich 8.00 bis 18.00 Uhr
November - März
täglich 9.00 bis 17.00 Uhr
Führungen:
Herr Küster Betcher
Katharinenstraße 1
55276 Oppenheim
Fon: 06133/926685
Reservierungen unter:
Tourismusbüro der Stadt Oppenheim
Fon: 06133-4909-14
Fax: 06133/4909-29
E-Mail:
info@stadt-oppenheim.de
Rathaus der Stadt Oppenheim
Merianstraße 2
55276 Oppenheim
Vertiefendes
Neben dem Straßburger Münster und dem Kölner
Dom zählt die Evangelische Kirche zu St. Katharinen
in Oppenheim zu den schönsten und bedeutendsten gotischen Bauwerken am Rhein.
Ihr Bau wurde begonnen um 1220 begonnen und 1439 beendet.
Die verschiedenen Baustile sind deutlich erkennbar an den beiden
romanischen Türmen (begonnen um 1220), dem früh-gotischen Ostchor und
Querschiff (begonnen 1262), dem hochgotischen Langhaus mit Seitenschifften (1327-1370)
und dem spätgotischen Westchor (1415-1439).
Besonderere Sehenswürdigkeiten
- Lilienfenster
- Die berühmte Oppenheimer Rose - um dieses Fenster rankt sich die Legende vom Todesstoß, die erzählt, daß der auf die schönere Fenster-Gestaltung seines Gesellen eifersüchtige Meister, diesen von einer Leiter stieß, so daß er auf tragische Weise sein Leben verlor.
- Michaelskapelle
- Beinhaus
- Zahlreiche Grabmäler
Die Baugeschichte der Katharinenkirche
- Um 1220
Baubeginn der romanischen Vorläuferkirche. - 1275 –1317
Frühgotische Teile der Kirche: Ostchor, Seitenchöre, Querschiffe, Vierung. -
1317–1340
Hochgotischer Mittelbau: Hauptschiff, Seitenschiffe, südliche Schauseite
-
1415–1439
Spätgotischer Anbau: Westchor, Erhöhung der westlichen Zwillingstürme.
-
1689
Zerstörung Oppenheims mit starken Schäden an der Kirche.
-
1703
Sämtliche Dächer abgebrannt,
Einsturz des Westchorgewölbes als Folge der Brandschäden.
-
1881–1889
Große Restaurierung der Kirche: Bedachung des Westchores,
Neugestaltung des Vierungsturmes und des nördlichen Hauptschiffdaches. Sanierung der Steinmetzarbeiten. -
1934–1937
Zweite große Sanierung: Einwölbung des Westchores,
Dachsanierungen, Arbeiten am Vierungsturm. -
1949
Aufhängen von drei neuen Glocken
als Ersatz für zwei im Krieg eingeschmolzene Glocken. -
Ab 1950
Ständige erhaltende Arbeiten an der Kirche:
Steinmetzarbeiten, Dachreparaturen und Sanierung der eisernen Dachteile. - Großes Fenster-Rettungsprogramm durch Vorverglasungen.
